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Eine außergewöhnliche Freundschaft

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Eine außergewöhnliche Freundschaft

Im tiefen Walde lebt ein junges und aufgewecktes Reh, names Nala. Nala liebt es mit ihrer Mutter und der Herde zusammen zu sein. Während der Winterszeit sind die Böden von einer dicken Schicht Schnee überdeckt und das macht es den Rehen schwer, Futter zu finden. Sie ernähren sich von Moosen, Pilzen, Tannenzweigen und von den Nüssen, welche die Eichhörnchen vergessen haben für ihren Wintervorrat im Boden zu vergraben. Nala kuggt ihrer Mutter neugierig zu, wie diese mit den Hufen im Schnee schabt, um Futter aufzuspüren. Es fällt dem kleinen Reh immer noch schwer, selbst etwas Essbares zu finden.

„Dabei ist es wichtig auf das eigene Riechorgan, die Nase zu vertrauen“, meint Mutter Reh. Seit einigen Tagen steigt Nala ein ganz außergewöhnlicher Geruch in die Nase. Ein Geruch, den sie vorher noch nie so gerochen hat und der in ihr ein ganz wohliges Gefühl in der Mund- und Magengegend auslöst. Mutter Reh erklärt ihr, dass dieser Geruch aus einer Gegend kommt, in welcher die Menschen wohnen. Es ist eine Gegend, die den Rehen untersagt ist zu betreten. Es gibt nämlich vielseitige Gefahren, die von dieser Gegend ausgehen. Nala muss ihrer Mutter versprechen, dass sie niemals diese Gegend besuchen wird. Eines Nachmittags folgte Nala wieder auf Futtersuche ihrer Nase und kam dem Waldrand sehr nahe. Sie war sich gar nicht bewusst, wie weit sie von ihrem Weg abgekommen ist, da sie den ganzen Weg mit ihrer Nase im Schnee gesteckt ist.

Sie sieht von Weitem eine Lichtung mit vielen Kindern, die im Schnee spielen. Jemand ruft die Kinder, wahrscheinlich die Mutter, worauf die Kinder sofort freudig ins Haus laufen. Nun konnte Nala der Versuchung des leckeren, süßlichen Duftes nicht mehr widerstehen. Sie geht ganz vorsichtig in Richtung der Häusersiedlung. Es gibt überall viele Lichterketten, deren Funkeln sie an die Sterne im Nachthimmel erinnern. „Das können nur gefallene Sterne sein“, meint sie. Ein Hund bellt über einen Gartenzaun und so schreckhaft wie Nala ist, springt sie schnell über eine Hecke. Bei dem Sprung wirft sie eine große Tonne mit Kompost um. „Oh nein.. ich habe mich verirrt“, denkt sie und fühlt sich auf einmal ganz traurig und fern von ihrer Herde. Ein leckerer Geruch erweckt ihre Sinne und lässt sie umdrehen. Aus der umgekippten Tonne sind viele Speisen gefallen. Orangenschalen, Nüsse und halb verspeiste Lebkuchen.

Nala schlägt sich den Magen mit den köstlichen Speisen voll und schon bald spürt sie ein komisches, grummeliges Gefühl in ihrer Magengegend. „Sei es denn, das dieses Essen nur für die Menschen bestimmt ist und ihr ganz und gar nicht gut tut“, denkt sie. Ohne weiter darüber nachzudenken schläft sie vor Völlegefühl und Müdigkeit auf der Stelle ein. Als sie von einem quitschigen Jubeln unruhig geweckt wurde, stand ein Menschenkind neben ihr. Nala erschrak, konnte sich aber vor Schreck und Völlegefühl gar nicht bewegen. Sie übergab sich und befleckte den Schnee mit einen bunten Farbklecks der aus ihrem Mageninahlt bestand. Das Kind blieb unerschüttert, lief ins Haus und brachte eine Decke heraus. Es rief einen weiteren Menschen, der nur sein Vater sein konnte. Beide hatten ein so warmes und freundliches Lächeln auf ihrem Gesicht, so dass Nala keine große Angst verspürte.

Der Vater brachte einen Haufen Stroh und legte es neben das Reh. Das Kind sagte:“Du musst Hunger haben, kleines Reh.. und wahrscheinlich frierst du auch im kalten Schnee.“ Nala verspürte Vertrauen zu den Menschen, jedoch kommt ihr die Stimme ihrer Mutter in den Kopf, die sagt, dass es doch gefährlich bei den Menschen ist. Ihre Mutter machte sich sicherlich Sorgen, denkt sie. Nala frießt ein wenig Stroh, sammelt ihre Kräfte und steht auf. Noch ein wenig wackelig auf Beinen aber schon gleich wieder standhaft lässt sie einen sanften dankenden Laut von sich und springt über die Hecke. Sie läuft kühn und mutig an dem bellenden Hund vorbei und findet den Weg zurück in den Wald. Dort erwartet sie schon voller Verzweiflung ihre Mutter und die Herde. Nala begegnete ihr: „Mutter, ich habe mich verirrt. Ich war bei den Menschen und ja, die Gegend ist ausgesprochen furchteinflößend aber ich habe auch gut gewillte Menschen getroffen.

Sie haben mir Essen gegeben und mir Wärme gespendet.“ Die Mutter ist sauer aber gleichzeitig froh, dass ihr Kleines wieder gekehrt ist. Sie sagt: „Bitte tu mir nie wieder so einen Schrecken an“. Nala meint: „Ich verspreche es dir“ schaut ein wenig verlegen und antwortet „Diesmal wirklich!“ Als ein neuer Tag beginnt und sich die Rehe wieder auf Essenssuche begehen, riecht es auf einmal ganz herrlich nach frischen Essen. Die Herde sieht von Weitem Menschen im Wald, wie sie Stroh und Nüsse auf eine Futterkrippe legen. Nala erkennt sofort, es sind der Sohn und sein Vater, die gekommen sind, um den Rehen ein Geschenk zu machen. Als die Menschen gegangen sind, erfreuen sich die Rehe und fressen heiter die leckeren Speisen. „Na dann hast du wohl doch einen guten Riecher gehabt“, sagt Mutter Reh stolz zu ihrem Kleinen.

Und von weit oben scheint der Weihnachtsstern und hüllt alle Wesen auf der Welt in ein sanftes Licht der Freude und Dankbarkeit ein.

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